Kinderschutz im Digitalen Raum
Stellungnahme Gesundheitsförderung Wallis
Angesichts der wachsenden Risiken, die mit der Nutzung digitaler Medien durch Jugendliche in der Schweiz verbunden sind, ist es unerlässlich, dass die politischen Behörden einen klaren und kohärenten Rechtsrahmen schaffen, der einen wirksamen Schutz der Jugend gewährleistet.
Die Stellungnahme enthält Empfehlungen, die auf drei strategischen Achsen beruhen: die Aufklärung und Begleitung bei der Nutzung digitaler Medien, einem wirksamen Jugendschutz sowie der Regulierung digitaler Plattformen.
1. Aufklären und begleiten
- Jugendliche und die sie betreuenden Fachpersonen schulen und begleiten.
- Eltern informieren und unterstützen, indem ein klarer pädagogischer Bezugsrahmen geboten wird.
- Die digitale Nutzung durch Jugendliche altersgerecht begleiten.
- Förderung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit digitalen Medien von der Frühen Kindheit an. Durch Massnahmen, die sich auf den Dialog, die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins, die Sicherheit und die Nutzung von Chancen konzentrieren.
- Harmonisierte Entwicklung von Programmen zur Prävention, Sensibilisierung und Förderung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit digitalen Medien.
2. Schützen
- Verringerung der Diskrepanz zwischen dem Jugendschutz in der physischen Umgebung und dem mangelnden Schutz im digitalen Raum.
- Anpassung und Anwendung der bestehenden Regeln aus der physischen Umgebung auf den digitalen Raum.
- Den Zugang zu bestimmten digitalen Räumen, die besonders risikobehaftet sind (gewalttätige und pornografische Websites, soziale Netzwerke usw.), altersabhängig regulieren, insbesondere durch Überprüfung des Alters mithilfe der 2025 von der Bevölkerung genehmigten elektronischen Identität.
3. Plattformen regulieren
- Schaffung einer Rechtsgrundlage zur Regulierung des gesamten digitalen Raums, insbesondere der sozialen Netzwerke und Tools der künstlichen Intelligenz.
- Den Plattformen strikte Regeln auferlegen: Moderation von Inhalten, Transparenz der Algorithmen, Schutz von Minderjährigen, Regulierung von Werbung und Geschäftspraktiken.
- Die Verbreitung von Inhalten an das Alter der Nutzer und Nutzerinnen anpassen.
- Einführung wirksamer Sanktionen bei Verstössen.
- Förderung einer verhältnismässigen und kontextspezifischen Regulierung, die sowohl die Vorteile der Digitalisierung (insbesondere für Jugendliche) als auch die dokumentierten Risiken berücksichtigt
Gesundheitsförderung Wallis fordert die Bundes- und Kantonsbehörden auf, rasch zu handeln, um einen sicheren, lehrreichen und schützenden digitalen Raum für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten.
